The Hobbit: Eine fantastische Reise nach Mittelerde

Bilbo Beutlin wird kämpferisch (Copyright: MGM)

Bilbo Beutlin wird kämpferisch (Copyright: MGM)

Neun Jahre ist es her als der letzte Teil der „Herr der Ringe“-Trilogie in den Kinos lief. Zur Vorweihnachtszeit war das. DVD’s mit den extra langen Versionen erschienen auch pünktlich zum Fest. Die Schlangen an den Lichtspielhäusern waren lang. Der Kult war um einiges intensiver als bei den Verfilmungen und Büchern über den Zauberlehrling „Harry Potter“. Von dem Hype um Gandalf, Bilbo Beutlin und Gollum war am Premierentag am 12. Dezember 2012 im Leipziger Cinestar nur wenig zu spüren.

„Ich kann mich noch erinnern, dass wir als Studenten uns für den jeweils neuen Teil bei Studentenparties aufwärmten und die ersten Teile sahen, dann in das Kino pilgerten, um dann das große Finale zu bestaunen“, erinnerte sich am Preview-Abend ein Gast. In dem Grüppchen war auch eine Frau, die sagte: „Wir sind alt!“ Ein Dritter hatte den Tresen im Blick und regte sich missmutig auf: „Eine kleine Tüte Popcorn für 4,40 Euro – eine Flasche Bier für 4,10 Euro! – Das ist ja Wucher!“

Sie alle kamen mit vielen hundert Gästen ins Leipziger Cinestar im Petersbogen am Burgplatz, um den ersten Teil von Peter Jacksons „The Hobbit“ zu bestaunen. Bevor aber der Spaß losging, stieg ein älterer Herr im Anzug auf die Bühne vor der Leinwand und stellte sich als Geschäftsführer des Lichtspielhauses vor. Er war schon zur Pressevorführung von den neuen 3-D-Effekten überwältigt. „Meine lieben Gäste, heute ist auch die Weltpremiere einer neuen Kameratechnik. 48 Bilder pro Sekunde wurden bei „The Hobbit“ verwendet Vorher nutzte der Kinofilm lange Zeit 24 Bilder pro Sekunde. Die von Peter Jackson eingeführte Neuerung wird das Kinoerlebnis für die Zukunft revolutionieren. Denn damit wird bezweckt, dass die 3-D-Effekte noch eindrucksvoller ins Empfinden rauschen. Man will förmlich nach den Gesichtern, Körpern, Insekten und Vögel greifen.“

Dann rief er ins Publikum, ob denn kostümierte Fans gekommen waren. Es gibt noch einen Wettbewerb um das beste Mittelerde-Kostüm. Eine Handvoll Elben, Zwerge, Waldläufer und Hobbits fand sich ein. Mit Applausometer und Rufen kürten die Gäste die Gewinner von DVD’s, Shirts und Tassen, dann ging ein Raunen durchs Publikum. Andächtige Ruhe leitete das Intro von „The Hobbit“ ein, es folgte das Idyll im Hobbitland. Schauspieler Ian Holm, inzwischen hochbetagt und ein Charakterdarsteller vor dem Herrn verlieh dem alten Bilbo Beutlin genau den zwielichtigen und reifen Charakter aus „Herr der Ringe“, der Frodo Beutlin maßregelt. Dann erinnert sich der alte Hobbit an seine Zeit als er noch jung durchs Auenland hüpfte.

60 Jahre ist es her, erinnerte sich Bilbo. Zauberer Gandalf stand vor dem jungen Bilbo. Schrullige Dialoge. Bald darauf tauchten 13 Zwerge in Bilbos gemütlichen Hobbithöhle auf. Sie futterten alles weg, was in seiner Vorratskammer lagerte. Auch Gandalf kam wieder und aß mit. Ein Spätankömmling gab sich mit dem wenigen zufrieden was übrig blieb. Er, der Nachkomme jener Zwergenkönige des Königreiches Erebor, das infolge eines Drachenüberfalls zugrunde ging. Fortan wachte Smaug über das von den in alle Winde zerstreuten Zwergen gehortete Gold. In Rückblicken wurde auch der Konflikt des Zwergenreiches mit den von den Trollen angeführten Orks erzählt. Ein besonders beeindruckender Geselle tötete den Großvater des erzählenden Zwergenprinzen in der Hobbithöhle. Sein Vater schien den Riesenork auch getötet zu haben. Kurzum: das letzte Häuflein aus Zwergen möchte nach Ererbor zurück, um ein neues Zwergenreich zu errichten. Der Drache Smaug ist doch längst verschieden, nahm der Zwergentrupp an. Um auf Nummer sicher zu gehen, erkoren sie und Gandalf den Hobbit Bilbo zum Schlüssel zum Ziel. Wenn Smaug noch wacht, dann hat Bilbo beste Chancen nicht entdeckt zu werden. Der böse Drache Smaug scheint Zwerge auf 50 Kilometer bei Gegenwind zu schnuppern. Hobbits nicht. Und da war ja noch der Riesenork…

Zuerst sträubte sich Bilbo mitzugehen, überwand sich doch. War eh nichts mehr zuhause, das er essen konnte. Auf den Weg nach Erebor begegneten er und seine Freunde wilden, lustigen und gefräßigen Trollen, böse Orks, arrogante Elben und Gollum. Bilbo wurde Besitzer von „mein Schatz!“, dem Ring von Mordor. Sogar ein witziger Dialog zwischen Gollum und Bilbo war drin – ein lustiges Rätselraten. Doch was erwartet die Bande nach ihren Abenteuern mit Fernet-Branqa-Adlern, ruppigen Vargs und einem Zauberer, der Hasenschlitten fährt, kleine Igel pflegt und mächtig viel Kot im Haar hat und alle den Braunen nennen? Wacht Smaug noch über den so heiß ersehnten Schatz der übrigen Zwerge oder nicht? Können Bilbo und die Zwerge ein neues Zwergenreich errichten? Auf die Antworten müssen Hobbit-Fans noch ein Jahr warten. „Bis dahin ist sicher schon die extended Version als DVD erschienen“, fasste ein Gast den Ausblick auf ein neues Hobbit-Winterfest 2013 zusammen. Er wusste auch, dass der dritte Teil der Hobbit-Saga im Sommer 2014 erscheint. „Weil Avatar Teil 2 im Winter 2014 mit eben der selben neuen Kinotechnik erscheint“, meinte er, „Da würden die Produktionsfirmen sich die Gäste gegenseitig wegnehmen.“

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