Wieviel kostet die Liebe? Cosmo Jarvis mit „Think bigger“

Cosmo Jarvis, Pressebild.
Cosmo Jarvis, Pressebild.

„Er ist für mich ein sehr interessantes Beispiel einer neuen Person, eines neuen Künstlers“, soll Popveteran Brian Eno über den jungen Herrn aus dem britischen Devon gesagt haben. Wenn das einer wie Eno macht, dann gibt es dafür einen Grund. Entweder ist Cosmo Jarvis sein persönlicher Zögling, oder es steckt in seiner Aussage tatsächlich ein Funken Wahrheit.

Denn das was Eno über Cosmo Jarvis sagte, ist weder ein Lob noch eine Kritik. „Think bigger“ sein drittes Studioalbum, das unter dem Stern „interessant“ steht. Irgendwie trifft das auch zu, wer sich an Jarvis‘ Musik herantastet. Jarvis‘ Fundament sind die Wurzeln amerikanischer Musik wie Country und Liedermachertum. Aus Großbritannien mischt der Troublemaker ein Quentchen Pop in seine Rezeptur. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn nicht das Feuer wäre, mit dem er für seine Musik brennt. Gerade mal 23-jährig zaubert er mit „Think bigger“ ein ruppiges Pop-Country-Punk-Gemisch hervor, das erst langsam vor sich hin köchelt, das bei zunehmender Spielzeit immer mehr aufkocht und den Hörer zunächst verwirrt, dann begeistert und letztendlich atemlos zurücklässt. Beginnt das Album noch mit einem eher blassen Pop-Stückchen, worin er fragt, wie viel Liebe kostet, findet „Think bigger“ mit den Songs „Sunshine“ und „Good citizen“ seinen vorläufigen Höhepunkt. Rau und spröde auch die Fortsetzung mit „Friend of the devil“, dann die Verschnaufpause aus Banjo, Fiedel und Kammerpop-Geigen in „Hopeless bay“. Das Ende mit dem schnarrenden Maiskolben-Beat in „Think bigger“.

Selten überzeugte mich ein Pop-Album wie dieses. Mit jeder Pore steht Cosmo Jarvis für „Think bigger“ ein. Mit seinem Können, Talent und Anspruch ist Cosmo Jarvis mit seiner Band mit einem Ryan Adams ebenso vergleichbar wie mit dem so wandelbaren John Cale oder einem Jack White von den White Stripes. Faszinierend ist „Think bigger“ in jedem Fall – von vorn bis hinten.

Anspieltipp:

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