Leipziger Veranstaltungsreihe “Heavy Metal Nix im Scheddel?“ feierte 2010 Zehnjähriges

Tino von der Scheddel-Crew (Foto: Daniel Thalheim)
Tino von der Scheddel-Crew (Foto: Daniel Thalheim)

Die Zeit vergeht wie im Flug. Auch für die langhaarigen “Bombenleger“ aus der Messestadt verrinnen die Jahre in der Eieruhr des Lebens. Viele Leipziger Metalfans und Bands haben der Veranstaltungsreihe “Heavy Metal Nix Im Scheddel?“ viel zu verdanken.

Nach zehn Jahren haben Veranstalter Tino Pröhl und seine Mitstreiter immer noch die Plakette “Underground“ fest in ihrer Hand. Auch wenn sich der Grenzbereich zu verschieben scheint. Ichsprach mit dem 30-jährigen, gelernten Telekommunikationselektroniker und jetzigen Kundenservicebearbeiter Pröhl zum Jubiläumsjahr 2010, einem kleinen Resümee und einem Ausblick. Ein Artikel vom 4. Februar 2010 für die Leipziger Internet Zeitung.

Ich höre gerade, Sie feiern nächste Woche Geburtstag. So schnell gehen zehn Jahre ins Land?

Ja, das ist wiederum richtig, wiederum auch nicht. Es ist aber noch keine Geburtstagsfeier, sondern einfach mal eine Crew-Feier zum Start ins zehnte Scheddel-Jahr. Geburtstags- Scheddel ist erst im Mai. Das ist dann auch gleichzeitig der 100. Scheddel. Also wird doppelt gefeiert.

Wann steigt denn die Party und wo, und was ist ihr Lieblingsalbum 2009 gewesen?

Die kleine Party am 4. Februar steigt im Flower Power. Da werden wir dem Flower mal zeigen was Metal ist. Grabak-Schlagzeuger Sebastian wird als DJ KillaSeppl Musik auflegen. Ich bin noch am überlegen, was wir so noch alles an spaßigen Einlagen bieten können. Ach ja! Was auch wichtig ist: jeder erkennbare Metaller in Lederjacke, Metalshirt und Nieten bekommt ein Freibier!

Hmm, … Lieblingsalbum … Ich komme leider kaum dazu, mir intensiv Musik anzuhören, ohne dass es mit dem Scheddel zu tun hat. 2009 habe ich selten Neuerscheinungen gekauft, sondern wenn dann meine allgemeinen Favoriten gehört. Was mir allerdings 2009 gut gefallen hat, ist die neue Katatonia “Night Is The New Day“, die neue von Dying Fetus und das letzte Werk von Origin.

Wie kam eigentlich die Idee mit dem “Scheddel“ zustande?

Die Idee hatten damals Ringo und Felix. Sie wollten einfach mal was für Metaller machen. Los ging es mit einer Scheddel-Disco und ab der zweiten Veranstaltung begannen sie mit Konzerten. Damals fand alles noch im alten Tonellis in der Fleischrgasse statt. Der Name stammt meiner Meinung nach daher, dass der jetzige Carven-Gitarrist Björn Baranowicz scherzhaft einmal zu Ringo und Felix gerufen hat „Heavy Metal nix im Scheddel …“. So ist der Name geboren worden. Aber so genau weiß ich das jetzt nicht mehr.

Was waren ihre besten Erlebnisse bisher und natürlich die schlimmsten?

Oha, da gab es vieles und wird auch noch vieles geben! Weil eben so viel schönes passiert ist, kann ich gerade nichts besonders hervorheben. Wundervoll ist immer, dass uns viele die ganzen Jahre treu geblieben sind. Das schlimmste bisher war natürlich die Veranstaltung am 12.Mai 2007, als unser damaliger Scheddel-Chef Ringo ungefähr eine Stunde vor Einlass seinen Herzinfarkt hatte, an dem er dann auch verstorben ist.

Sie scheinen zusammen mit den Metalheadz zu den nachhaltigen und fairen Veranstaltern in Leipzig zu gehören. Was macht Sie aus, und was können „unfaire“ Veranstalter von Ihnen noch lernen?

Was macht uns aus? Schwer zu sagen. Ich denke, dass wir mit Spaß und Freude an die Konzerte heran gehen. Die Gruppen und das Drumherum müssen uns auch selber gefallen. Wir lieben, das, was wir machen. Ich versuche natürlich auch die Ticketpreise so fair wie möglich zu machen. Leider können wir nicht immer im 10 Euro Bereich bleiben, weil wir eben immer besser, bekannter werden und demzufolge wesentlich teurere Bands einholen müssen. Die Leute sollen uns treu bleiben. Zu reinem Underground kommt meiner Meinung nach keiner mehr. Zumindest sehe ich die Entwicklung beim Scheddel. Aber das ist gut so. Die Mischung macht’s, denke ich. Eigentlich ist es auch irgendwo mein Ziel, dass es bei uns richtig gute Bands zu fairen Preisen und bei einer tollen Atmosphäre und super Stimmung zu sehen gibt!

Auf welche Veranstaltungen können sich die Scheddelianer besonders freuen in 2010?

Es gibt bisher einige feste Termine für den Winter und Frühjahr. Wir starten mit der Party am 4. Februar im Flower Power. Rund eine Woche später ist dann unser Konzert mit Jack Slater und Deadborn am 13. Februar. Wie üblich ist danach Scheddel-Disco beim MB-Format “All you can Dance“. Der 3. April ist in der Theater-Fabrik für Disillusion und Zen Zebra reserviert. Dann folgt im April dort die Thrash And Burn-Europatour mit Dying Fetus, Origin, Beneath the Massacre, Man Must Die und Revocation. Darauf freue ich mich am meisten drauf. Am 30. April sind wir wieder in der Moritzbastei mit Invocation im Rahmen ihrer 10 Jahre Jubiläumsshow mit Gastmusikern sowie Tesseract als Support. Im Mai ist dann noch der Jubiläumsscheddel zum Zehnjährigen.

Mein absolutes Wunschkonzert wäre einmal Opeth, Hypocrisy, Katatonia, aber wohl nicht an einem Abend. Ein Festival wäre mal schön …

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