Asphyx im Rückspiegel: Death The Brutal Way!

Asphyx 2012 (Foto: Asphyx/Presse)

Asphyx 2012 (Foto: Asphyx/Presse)

Inzwischen sind schon drei Jahre vergangen. „Deathhammer“ erschien unlängst. Asphyx bleibt seinem Weg treu und bereichert die Metalszene mit fiesem Death Metal der Oberklasse. Initialzündung für den zweiten Frühling war aber das Comeback „Death … The Brutal Way!“ von 2009. Ein Interview vom 28. Januar 2009 für Bloodchamber.

Die niederländische Kultband Asphyx scheint wieder aufzuerstehen. 2008 noch in aller Munde, glänzte die Truppe um Bob Bagchus und Martin van Drunen mit umjubelten Festivalauftritten. Jetzt ist es amtlich. Ein neues Album ist definitiv in der Mache. Auf MySpace ist ein neuer Song online, der Hoffnung auf das stärkste Death Metal-Comeback des Jahres macht. Als nächstes ist Dippoldiswalde auf Asphyx scharf, es kommen weitere Einzelgigs im noch jungfräulichen Jahr 2009 hinzu. Asphyx aus unserem benachbarten Tulpen- und Gemüseland sind schon seit 1987 aktiv und haben sich 2007 wieder mit dem stimmlichen Expander Martin van Drunen zusammen getan um erneut LKW-Ladungen an Kies auf Stahlplatten zu schütten.

So klingt der unerschütterliche Gitarrensound dieser bemerkenswerten DoomdeathMetal-Band, die zur Speerspitze der europäischen Deathmetal-Szene gehören. Zuletzt ritten sie auf den Schwingen ihres letzten Infernos dem Ende entgegen, tauchten aber mit dem 2008 veröffentlichten Song „Death The Brutal Way“ wie der sprichwörtliche Phönix aus der Metal-Asche auf. Wer es noch nicht weiß : Asphyx ist in drei Dingen wirklich zu Eigen, als der Dreier sein Debüt „The Rack“ 1990 veröffentlichte. Nämlich einen Gitarrensound zu fahren, der sogar russische Kieslaster zum Erzittern bringt, dann einen Sänger zu haben, der kaputter klingt als hundert Tasmanische Teufel und ein ultrabrutales Brett zu fahren, dass sogar Abbruch-Kommandos still halten würden.

Mitten im Hinterwald von Dresden, direkt neben Elend. Da ist auch das „Tor zum Erzgebirge“. Dippoldiswalde ist nicht nur touristisch eine Reise wert. Wo ist dann schon „Elend“? Wie kommt es eigentlich, dass ihr derzeit nur vereinzelte Show gebt und nicht gleich eine ganze Tour bucht?

Nun, wir sind einfach nicht in der Lage auf Tour zu gehen. Und eigentlich wollen wir das auch in Zukunft nicht tun. Nur Einzelshows und Festivals. Für uns bedeutet das mehr Spass. Außerdem haben wir alle Jobs und Familien, die uns vom Touren abhalten.

Wie kommt es, dass ihr in Kontakt mit den Jungs vom Z.E.LT. e.V. In Dippoldiswalde kamt?

Der Kontakt kam von Purgatory. Sie haben diese Show arrangiert. Es gibt noch ältere Kontakte, aber die betreffen zur Zeit nur Spanien und Griechenland.

Wie können kleinere Veranstalter euch kontaktieren?

Schreibt einfach eine Nachricht an uns via Myspace. Aber derzeit sind wir in Kontakt mit einem professionellen Booker, mal sehen wie es künftig läuft.

Wie fühlt es sich an, nach all den langen Jahren wieder mit Martin van Drunen auf der Bühne zu stehen, und welches war das größte Live-Erlebnis für euch mit ihm?

Es fühlt sich sehr gut an und wieder natürlich irgendwie. Martin und ich sind seit der Highschool 1987 Freunde, so dass wir uns schon ein halbes Leben lang kennen. Die größte Live-Erfahrung mit ihm? Hmm, eigentlich ist jeder Auftritt mit ihm gut, aber unser Party.San-Auftritt 2007 war schon was ganz besonderes für uns.

Nur die wenigsten Death-Metal-Fans kennen eure Alben, die ihr ohne Martin aufgenommen habt. Spielt ihr mit Martin auch Songs von diesen Alben?

Wir spielen manchmal „Waves Of Fire“ vom „On The Wings Of Inferno“-Album, das war es auch schon. Wir spielen nur die Songs von den ersten beiden Classics-Alben und manchmal noch alte Demo-Tracks von 1989. Jetzt beginnen wir auch neuere Songs wie „Death The Brutal Way“ und „Der Eisenbahnmörser“ vom kommenden Album zu spielen.

Euer neuer Song „Death The Brutal Way“ ist auf Myspace zu hören. Es scheint, ihr wollt herausstellen, was Death Metal wirklich bedeutet, oder?

Nun ja, das ist der Slogan, den wir seit 1989 benutzen. Er wurde zuerst von Metalion vom mighty Slayer Mag eingebracht. Aber ja, natürlich wollen wir klar machen, was Death Metal unserer Meinung nach bedeutet. Straight forward brutal music, der am besten mit einem dunklen Friedhof visualisiert wird.

Was könnt ihr schon über die Aufnahmen und Songwriting zu eurem neuen Album erzählen?

Jepp, die Aufnahmen sind gemacht, Martin will nun den Gesang bald machen, worauf dann Dan Swanö den Mix und das Mastering übernehmen wird. Das Baby soll „Death … The Brutal Way“ heißen.

Kannst du auch schon was zur Tracklist sagen?

Immer ein bisschen mehr, was? Okay, hier sind die Titel: „Scorbutics“, „Black Hole Storm“, „Der Eisenbahnmörser“, „Death … The Brutal Way“ „Asphyx II (They Died As They Marched)“, „Cape Horn“, um ein paar zu nennen …

Cool! Über welche Themen schreibt ihr eigentlich aktuell?

Horror, brutales Kriegsgerät (wie bei „M.S. Bismarck“ so nun auch „Der Eisenbahnmörser“) und ein paar mittelalterliche Themen. Martin schreibt exzellente Texte, die richtig in die Tiefe gehen.

… und was offeriert ihr mit eurem neuen Album?

Death The Brutal Way!!!!

Zum Abschluss noch was lustiges zum entscheiden. Machst du mit?

Death Metal oder Deathcore?

Death Metal über ALLES!

Lesen oder im Internet surfen?

Surfen!

Barack Obama oder George W. Bush?

Obama, aber sicher! Aber er muss sich wohl noch selbst prüfen.

Niederlande oder Deutschland?

Deutschland.

Fisch oder Fleisch?

Fleisch!

Bier oder Wein?

Bier!

Danke für das spontane Interview, und danke für den Spass, ich wünsche euch viel Erfolg! Hast du noch ein paar Worte an die Fans?

Mann, eine Menge Dank für das Interview! Und zu den Fans: Danke für euren langen Support!!! Respect To You All! See You! Cheerz!

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