Dark Suns im Rückspiegel: Ein süßes Früchtchen im Interview

Torsten Wenzel, Gitarrist von Dark Suns (Foto: Daniel Thalheim)
Torsten Wenzel, Gitarrist von Dark Suns (Foto: Daniel Thalheim)

„Orange“ heißt die neueste Frucht aus dem Hause von Dark Suns. Die Leipziger Progrock-Metaller haben eine Abkehr von den düsteren Ausflügen ihrer Vorgängeralben unternommen und lassen die Farben klingen. „Orange“ kullert in diesem Monat auf die Fans zu. Denn am 25. November spielt die Band im UT Connewitz und stellt ihre neue Scheibe vor. Gitarrist Torsten Wenzel stand Rede und Antwort. Ein Artikel für die Leipziger Internet Zeitung vom 5. November 2011.

Über die Kehrtwende habt ihr mir ja schon im Studio erzählt, … Aber Hand aufs Herz: Überrascht euch „Orange“ selbst?

Nein, es überrascht uns nicht wirklich. So ein Prozess zur Entstehung von neuen Songs ist ein ganz natürlicher. Wir machen uns keine speziellen Vorgaben oder ähnliches. Wir wissen schon bei Beginn der Songwritingphase, wohin die Reise geht, ohne es unbedingt auszusprechen. Man hat neue Einflüsse und Inspirationen, die automatisch unsere Kompositionen beeinflussen.

Das, was vielleicht wirklich überraschend an der ganzen Sache ist, ist dass das „Experiment“, die Songs live im Studio einzuspielen echt toll funktioniert hat und wir mit dem Ergebnis zu 100 Prozent zufrieden sind. Die Songs haben genau das bekommen, was wir mit dieser Art zu recorden umsetzen wollten. Ja, das ist durchaus überraschend, da es für uns ’ne echt neue Erfahrung war.

Pain Of Salvation und Opeth haben es getan, ihr nun auch. Alles Retro? Wie und warum habt ihr die Siebziger in eurem Sound entdeckt?

Man kann das vielleicht gerade jetzt als ein gewissen Trend bezeichnen, keine Frage. Es ist schon auffällig, wie sehr sich viele Bands in diese Richtung entwickelt haben. Auf der einen Seite leider auch diese, mit denen wir hin und wieder in einem Atemzug genannt werden, was die permanenten Vergleiche natürlich aufrecht hält. Nach all den Jahren versucht man sich davon zu lösen und das macht es nicht unbedingt einfacher, zumal „Orange“ und die Platten besagter Bands in etwa zeitgleich entstanden sind (Zwinkert). Andererseits ist es natürlich auch immer sehr positiv, mit Bands dieser Größenordnung verglichen zu werden, das macht uns auch stolz.

Aber wie gesagt, wir haben vor etwa drei Jahren angefangen, die ersten Ideen zu sammeln und da ging es schon sehr in diese Richtung, wie sie nun auch auf „Orange“ zu hören ist. Die 70er waren einfach eine revolutionäre Zeit für die Musik, sind es auch immernoch und waren schon immer latent ein Einfluss unserer Musik. Auf „Orange“ ist es sicherlich überdeutlich, dass wir in den letzten Jahren die Liebe zu dieser Ära und die Philosophie jener Zeit, Songs zu schreiben und aufzunehmen noch stärker entwickelt haben.

Manche fragen sich, wer der Frontmann bei euch ist. Es ist aber eurer Sänger und Drummer Niko Knappe. War es eigentlich schwierig für ihn, sich vor sein Drumkit zu wagen?

Nun ja, dass ist sicherlich eine Frage die nur er selbst detailliert beantworten kann. Die Art der Musik hat es einfach auch verlangt, jemanden vorn stehen zu haben. Nicht zuletzt setzte ihm die „Doppelbelastung“ Drums und Vocs Grenzen in Bezug auf das neue Material. Es wurde Zeit, sich für eine Sache zu entscheiden um sich hundertprozentig fallen lassen zu können. Im Studio hat er die Drums eingespielt und auch für die Zukunft ist es nicht auszuschließen, ihn auch live wieder an den Drums zu sehen. Für das neue Material ist es auf alle Fälle gerade optimal so und es war auch seine eigene Entscheidung.

Was verknüpft ihr mit der Farbe „Orange“?

All die Gefühle, die man mit der Scheibe assoziiert, wenn man sie hört (Lächelt). Und so ist auch im Großen und Ganzen der Albumtitel entstanden.

UT Connewitz und Dark Suns – eine alte Liebe?

Vielleicht kann man das so bezeichnen. Es hat uns einfach wahnsinnig gut zur Release-Show von unserem vorigen Album „Grave Human Genuine“ gefallen und es ist eine der schönsten Lokalitäten, die Leipzig zu bieten hat.

Danke für das Interview!

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