Dark Suns im Rückspiegel: Ein Konzertbericht von 2008 aus dem UT Connewitz

Die progressive Band Dark Suns lud am 8. März 2008 im Leipziger UT Connewitz zur Record Release Show ihres – zumindest für mich – überragenden neuen Album „Grave Human Genuine“ ein. Die sanften und auch heftigen Töne auf diesem Album erscheinen schwer umsetzbar, sind voller Herzblut und lösen sich vollends vom typischen Metal-Einheitsbrei und Erwartungshaltungen wie ein progressives Album heute klingen muss. Ein Artikel für Bloodchamber vom März 2008.

Doch zunächst eröffnen die Schweizer von Bleak Origin die Show. ihr Sound orientiert sich stark an Opeth und Katatonia. Bleak Origin ordnet sich somit ganz gut in die Dark Metal Szene ein. Die Musik um den stimmgewaltigen, aber auch säuselnden Frontmann kommt ziemlich direkt rüber, ist gewohnt an oben genannten Einflüsse angelehnt und ist demnach übersichtlich strukturiert. Natürlich warten viele interessiert auf den Hauptact, aber geben dem Newcomer dennoch eine wohlwollende Chance. Der Wechsel aus klagenden Gesang und Growls sowie die Bühnenpräsenz des langgelockten Frontriesen sind eine Erinnerung wert, auch musikalisch gibt die Bands merkfähige Hinweise, so dass man ruhig die Veröffentlichungen anchecken sollte.

Nach einiger Zeit ertönen die Klänge von „Amphibian Halo“ von dem neuen Album „Grave Human Genuine“ durch den verwitterten Kinosaal. In Eisnebelwolken gehüllt starten Dark Suns eine zweieinhalbstündige Show voller Überraschungen und angenehmer Liveatmosphäre.

Der Schwerpunkt der Show liegt auf den Alben „Existence“ und „Grave Human Genuine“. Doch die Songs vom letztgenannten aktuellen Album stechen besonders stark heraus. Die schiere Komplexität sowie die Andersartigkeit wegen des originellen Songwritings sind wohl die Hauptmerkmale, mit denen man die Musik greifbar beschreiben kann. Mit zwei Drumkits, zwei Bassisten (im Wechsel) und Percussionisten (u.a. Nico, dem Drummer von Mourning Rise) bewaffnet und Gastspielen von Andy (Disillusion) bei „Flies In Amber“ und Albert Einstein (bei dem aberwitzigen Instrumental „The Chameleon Defect“) gelingt es Dark Suns auch optisch Abwechslung zu bieten, die jeden begeistert.

Nebenher wurde das Ganze professionell gefilmt, so dass wir wohl bald auch eine Live-DVD des bemerkenswerten Abends erwarten dürfen. Vielleicht war es auch nur eine Fernsehaufzeichnung.

Setlist Dark Suns:

Intro + Amphibian Halo
Her And The Element
You, A Phantom Still
REM
Thornchild
Daydream
Anemone
Neuner Outro
Free Of You
29
Elbow – Great Expectations
Stampede
Flies In Amber
The Chameleon Defect
Patterns Of Oblivion

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Swanlike
The Euphoric Sense
Papillion

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