Comeback: Dead Can Dance mit „Anastasis“

Dead Can Dance (Lisa Gerrad & Brendan Perry; C. by deadcandance.com)
Dead Can Dance (Lisa Gerrad & Brendan Perry; C. by deadcandance.com)

„Sommerlich klingt anders“, kommentiert das Musikmagazin „Visions“ aktuell das Comeback des Jahrzehnts. Die britische Weltmusik- und Wave-Band Dead Can Dance veröffentlicht am 13. August „Anastasis“. Das achte Studioalbum sorgt bereits jetzt für Widerhall in Foren und bei der Musikpresse.

Einen Vorgeschmack auf die dunkle Wiederauferstehung bot Dead Can Dance auf ihrer Homepage am 26. Juni als das gesamte Album komplett zu hören war. Jetzt ist das natürlich nicht mehr Fall, aber dennoch bleiben Eindrücke zurück. Offenbar ist der 1981 gegründeten Formation gelungen, das Flair der vergangenen Alben wie „Into The Labyrinth“, ihrem sagenhaften Debüt und ihrem Trennungsalbum „Spiritchaser“ einzufangen und dabei noch in acht Songs zu gießen, die klassische mit weltmusikalischen Elementen vereinen.

„Agape“ beispielsweise. Ein Lied, das mit seinen orientalischen Pfeifen, Zimbeln und Streichern an das 1996 erschienene Album „Spiritchaser“ erinnert, oder teilweise auch an das ruhige Erstlingswerk von Brendan Perry von 1999. Herausragend sind auch die von Perry gesungenen Stücke wie „Children Of The Sun“ und die vorab ausgekoppelte Single „Amnesia“ mit seinen schweren Bläsereinsätzen. Dem schließen sich die übrigen Titel „Opium“, „Kiko“ und „The Return Of The She-King“ an. Beim Hören der Mini-Epen überwiegt der Eindruck, dass Dead Can Dance sich eher an an das 1993 erschienene „Into The Labyrinth“ orientiert.

Trotz der kommenden Veröffentlichung gibt es auch Wermutstropfen für Fans, die zu den längst ausverkauften Konzerten der Melancholie-Popper wollen. In Deutschland ist es zumindest so, dass wahrscheinlich ein paar Pfiffikusse ganze Kartenkontingente für rund 70 EUR pro Karte kauften, um sie für das Dreifache weiterzuverkaufen. Betroffene berichten sogar von Dreistigkeiten, dass Kartenkopien für rund 100 EUR bei dem Verkaufsportal eBay verkauft werden. Das Geld ist man los, die Karte besitzt keine Gültigkeit. So machen Einzelne ihren Reibach um den Kult einer Band, die für so viele Menschen so viel bedeutet. Das ist bedauerlich, denn das Management von Dead Can Dance scheint von den Vorgängen nichts zu wissen, sonst würde es gegen die Preistreiber vorgehen.

Wer aber sich trösten möchte. Vielleicht zeichnet Dead Can Dance seine Konzerte auf und veröffentlicht eine DVD mit Live-Mitschnitten. So lange muss man sich mit den kostenlos erhältlichen Konzertaufzeichnungen „Live Happenings Part I – V“, der Live-DVD „Toward The Within“ und natürlich mit „Anastasis“ begnügen. Und das ist sicher nicht die schlechteste Alternative – und damit auch die kostengünstigere. Zumal der FAn wieder die Qual der Wahl beim Albumkauf hat. „Anastasis“ ist als Box-Set mit durchsichtigen Vinylscheiben, CD, USB-Stick mit MP3-Dateien, einem Textbüchlein und einer signierten Lithographie, sowie als einfache Doppel-LP, als CD im Digi-Buch-Format sowie als Deluxe- und Einfach-Download erhältlich. Eine fürwahr schöne Aussaat, die Dead Can Dance einem beschert.

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