Steven Wilson im Rückspiegel: Porcupine Tree im Haus Auensee

„Als wir hier 2001 zum ersten Mal in Leipzig auftraten, kamen nur sechs Leute“, packt Steven Wilson aus und sorgt für einige Lacher. Als er nach diesen sechs Leuten fragt und sich ein paar melden, wischt er sich mental eine Träne aus seinem Auge und lobt Leipzig als seine liebste Stadt. Ein Artikel vom 30. Oktober 2009 für die L-IZ.

Wir wollen es ihm glauben. Denn wer so ehrlich mit seiner Karriere umgeht und am 29. Oktober vor rund 1.200 Fans steht, der freut sich wirklich hier zu sein.

Die eben wiedergegebene Ansage machte Wilson nach dem neuen Mammutstück “The Incident“, das die ersten 55 Minuten des Konzerts ausfüllte. Dann folgte nach einer zehnminütigen Kunstpause ein Best-Of-Programm aus den letzten 15 Jahren der Karriere von “Porcupine Tree“. Dem bunt gemischten Publikum aus älteren Rockern, Emo-Punks und Metal-Fans wurde eine musikalische Berg- und Talfahrt geboten, die mit intelligent gemachten Videoclips und -einspielungen untermalt wurde. Fast schon andächtig lauschten die Gäste den Klängen von Stücken aus ihrem Schaffenswerk, wie ihrer “Nil Recurring“-EP. Auch die Alben “Deadwing“, “In Absentia“ und frühere Werke wurden vorgestellt. Doch es gab auch Auflagen: So mussten die angereisten Fans ihre Handys ausschalten und durften nicht fotografieren. Einer hat es dennoch gewagt und wurde sogleich von der Security aus dem Saal verwiesen. Womöglich musste er seine fotografierte Erinnerung vom Handy löschen und das Handy abgeben. Auch wenn nur Leute SMS verschicken wollten, konnte eine Verwarnung erfolgen.

Leider haben auch nicht alle Fans verstanden, worum es bei dem Auftrittskonzept ging. So verließen viele nach dem ersten Teil der Show den Auftrittsort und verpassten so den zweiten Teil und die beiden Zugaben. Wer blieb, lernte einen locker aufgelegten Steven Wilson kennen, der mit dem Publikum scherzte, und für die Leipziger ganz frühe Stücke spielte. Dann zeigte der Schlagzeuger Gavin Harrison noch einen kleinen Zaubertrick für die eifrigen Nachahmer in der ersten Reihe und wurde dafür genauso bejubelt, wie für seine herausragenden technischen Leistungen während der über zweistündigen Show.

Leider haben auch nicht alle Fans verstanden, worum es bei dem Auftrittskonzept ging. So verließen viele nach dem ersten Teil der Show den Auftrittsort und verpassten so den zweiten Teil und die beiden Zugaben. Wer blieb, lernte einen locker aufgelegten Steven Wilson kennen, der mit dem Publikum scherzte, und für die Leipziger ganz frühe Stücke spielte. Dann zeigte der Schlagzeuger Gavin Harrison noch einen kleinen Zaubertrick für die eifrigen Nachahmer in der ersten Reihe und wurde dafür genauso bejubelt, wie für seine herausragenden technischen Leistungen während der über zweistündigen Show.

Die britische Rock-Gruppe “Porcupine Tree“ gilt für die Fans wegen ihrer progressiven Kompositionen als nächste “Genesis“ und “Pink Floyd“. Mit ihrem neuen Album “The Incident“ haben Porcupine Tree ihre Fangemeinde und die Kritiker überrascht, weil sie ein Konzeptalbum geschaffen haben, das nicht an sich selbst scheitert. Das Konzert am 29. Oktober war mehr als nur ein liebloser “Vorfall“. Gefühl und Empathie standen im Vordergrund dieses Auftritts. Für Porcupine Tree schien es so zu sein, als hätte man an diesem Abend gute Freunde besucht.

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