Grünes Zeitalter: Overkill lässt den Hammer fallen

Wer kennt sie nicht? Die vier Herren aus New York City haben ihr Faible für Giftgrün, Motörhead und Iron Maiden seit  32 Jahren in unzählige Scheiben gegossen und so manchen Headbanger begeistert. Alben wie „Feel The Fire“, „Under The Influence“, „Years Of Decay“ und „Horrorscope“ vereinen die kompromisslose Härte des Hardcore Punk mit melodiösem Heavy Metal und lässigem Rock’n’Roll. Das ist bei „The Electric Age“ nicht anders.

Zum ersten begegnete ich Overkill in einem 1989 erschienenen „Bravo“-Bericht über Thrash-Metal-Fans als die härtesten unter der Sonne. In dem Artikel ging es auch um „Overkill“ und ihre Anhänger, die noch alles übertreffen würden. Da hielt Death Metal noch nicht in Gänze in der Metalszene Einzug. Overkill aus N.Y.C. war die lauteste Band im Thrash Metal-Genre. Das war zu einer Zeit als Metallica schon längst in Stadien spielte. Overkill trat in miefigen Clubs auf. Inzwischen änderte sich das Bild. Die Clubs wurden im Laufe der Zeit größer, wenn auch die Band um D.D. Verni und Bobby Ellsworth ihre Durststrecke Mitte der Neunziger Jahre hatte.

„The Electric Age“ kommt nach über dreißig Jahren Wirken genauso frisch ums Ecke gepoltert wie die Frühwerke der 1980 gegründeten Band. Woher der Ansporn der Musiker kommt, auf ihrem nunmehr 16. Studiowerk genauso frisch und jugendlich zu rocken, kann man nur mit Lebensfreude umschreiben. Freilich klingen Titel wie „Come and Get It“, „Drop the Hammer Down“, „Old Wounds, New Scars“ und die anderen aggressiv, hammerhart … und verdammt abwechslungsreich. Das in den Gain Studios in New Jersey aufgenommene Album strotzt nur von Energie und erinnert streckenweise an die Phase zwischen 1988 und 1991 als Overkill mit „Under The Influence“, „Years Of Decay“ und „Horrorscope“ ihr Fundament für ihr späteres Schaffen gossen.

„The Electric Age“ wird Puristen vor Freude im Quadrat springen lassen, Leute mit einer Vorliebe für Waschlappen wie Linkin Park & Co. sollten aufhorchen und lernen wie jugendlich Heavy Metal nach über 30 Jahren heutzutage immer noch klingen kann.

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